Mein Credo fürs (Nicht)Hören:

Die Fähigkeit des Mundabsehens [bewusst] beibehalten und immer wieder trainieren.

Mit einem CI als Neuro-Prothese oder einem Hörgerät als technisches Hilfsmittel bleibt man trotzdem gehörlos bzw. hörgeschädigt.

Die Gebärdensprache trainieren. Ich stelle immer wieder fest, dass es für mich - nach langem Hören-Alltag - eine Wohltat und Entspannung ist, unter [Hör]Gleichgesinnten und Gehörlosen zu sein, indem ich mich der 'visuellen' Kommunikation bediene.

"Ich habe leider nicht verstanden": habe ich aus meinem Wortschatz gestrichen. Ich verstehe schon sehr gut (bin eben nicht 'doof'), ich hab nur nicht gehört. Ich sage meistens: "Ich habe es akustisch nicht mitbekommen, was Du gerade gesagt hast. Kannst Du bitte den letzten Satz nochmal -langsam- sagen?"

"Sorge für Dich, schaffe Dir die für Dich möglichst optimale Hörsituation" frei zitiert nach Lorenz Lange, Hörgeschädigtenpädagoge / Mediator, Hamburg

= Platziere Dich so, dass Du mit der guten Hörseite der Gesprächssituation zugewandt bist, ob stehend in einer Gruppe oder sitzend in einer Tischordnung - bei gutem Lichtverhältnis, wenn möglich. [Nachtrag: es gibt nicht immer eine ideale (Hör)Situation, auch nicht für Hörende.]

"Sprechen Sie bitte langsam - ich habe es eilig!" frei zitiert nach Prof. Dr. Ulrich Hase, Kiel

Julia Probst: "Ohne das CI bin ich gehörlos, mit schwerhörig, aber von der kulturellen Identität eher hörend."